Engelchen und Teufelchen
Engelchen und Teufelchen
Engelchen und Teufelchen
Stecken sie nicht in jedem von uns, die guten und die bösen Eigenschaften? Die guten und die bösen Geister? Aus der Werbung kennen wir sie, etwas "Iss Schokolade" - "nicht diese, die aus dem Kühlschrank!" Woher kommen die beiden eigentlich?
Wie viele religiöse dinge haben auch diese zwei ihren Ursprung in der jüdischen Legende. aufgegriffen durch Christentum und Islam haben sie heute ihren wohnsiczt im Denken vieler menschen. Aber wer sind sie und warum begleiten sie uns?
Engelchen sitzt nach der jüdischen Überlieferung auf unserer rechten Seite. Man kennt ihn als Schutzengel. Ihm werden viele gute Eigenschaften nachgesagt. Er steht uns bei, will unsere Seele retten, warnt uns vor Gefahr und versagt einstweilen. So manches Wunder geht aus seinen Beistand zurück. Er wird von allen geliebt, manchmal verehrt, selten beschimpft.
Ganz anders Teufelchen. Ein hartes Los hat der Bursche. Ihm lastet man alle Fehler an, vom Fleckenteufel bis zum Fehlerteufel. Für alles trägt er die Schuld. Er gilt als der große Verführer, Widersacher Gottes, Lügner, aber eigetnlich erst seit der zeit Jesu. Davor war er recht angesehen.
Gemäß der jüdischen Legende wurde er uns als Protokollführer zur Seite gestellt und sitzt links von uns. Er registriert peinlich genau alle Verfehlungen und meldet sie prompt Gott. Als ankläger fungiert er. Wahrscheibnlich hat er sich bei vielen Menschen nicht gerade beleibt gamcht. Was lag näher, als ihm die Schuld für alle Verfehlungen zu geben. Seine Verführungskunst war die Ursache für Sünde, nicht etwa die eigene Unzulänglichkeit. Wie einfach es sich die Gatuung Mensch doch gemacht hat.
Zwei Helfer, die uns treu begleiten, werden einfach mit neuem Image versehen und der Mensch hat sich seiner Verantwortung entledigt. Der Eine Gott, geteilt in Dualität, unverstanden bis heute. Jesus sprach mit Teufelchen, Luther bewarf ihn mit einem Tintenfass. Engelchen mögen wir. Aber jeder von uns ist dual.
Wir sind Engel und Teufel, Licht und Schatten, Tag und nacht, Gut und Böse, Täter und Opfer - und immer beides zugleich. Gott ist nicht eins, sondern dual, beides immer zur gleichen Zeit. Das ist Freiheit und Verantwortung.
Keine Schuld, keine Sünde, keine Erlösung, sondern Selbstbestimmung und Selbstverantwortung.
Letzte Änderung von Ricarda am 01.10.2010 um 12:49
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